News AUS DEM
KONZERTHAUS DORTMUND

  • Samstag
    25
    Feb
    2017

    Geänderte Öffnungszeiten an Rosenmontag

    Bild zu Geänderte Öffnungszeiten an Rosenmontag

    Auch an Rosenmontag ist unser Ticketing für Sie da, allerdings persönlich nur in der Zeit von 10 bis 14 Uhr. Telefonisch erreichen Sie unsere Tickethotline wie üblich in der Zeit von 10 bis 18.30 Uhr. Und unser Online-Shop hier ist natürlich rund um die Uhr geöffnet.

  • Montag
    20
    Feb
    2017

    Patricia Kopatchinskaja über Ligetis Violinkonzert

    Bild zu Patricia Kopatchinskaja über Ligetis Violinkonzert

    Mit den Berliner Philharmonikern bringt Patricia Kopatchinskaja am Freitag Ligetis Violinkonzert nach Dortmund. Im Gespräch mit dem Hornisten des Orchesters, Paolo Mendes, erläutert die Geigerin den Reiz dieses Werks. 

    Das äußerst komplexe Konzert verlangt nicht nur dem Solisten alles ab, sondern auch dem Orchester. Die Berliner Philharmoniker bezeichnet Patricia Kopatchinskaja daher als ideale Partner, mit denen die rhythmische Vertracktheit zwar eine Herausforderung, aber kein Problem darstellt. 

    Das vollständige Interview sehen Sie hier: https://www.digitalconcerthall.com/de/interview/23476-4

  • Montag
    30
    Jan
    2017

    Ruf ans Festspielhaus Baden-Baden: Benedikt Stampa verlässt Konzerthaus Dortmund

    Bild zu Ruf ans Festspielhaus Baden-Baden: Benedikt Stampa verlässt Konzerthaus Dortmund

    Benedikt Stampa, Geschäftsführer und Intendant des KONZERTHAUS DORTMUND, wird seine Wirkungsstätte nach dann 13 erfolgreichen Jahren verlassen. Ab der Spielzeit 2019/20 wechselt der heute 51-Jährige in gleicher Funktion ans Festspielhaus Baden-Baden. Der Stiftungsrat des privatwirtschaftlich finanzierten Hauses bestellte Stampa in seiner Sitzung am Samstag (28. Januar) zum Nachfolger von Andreas Mölich-Zebhauser. Das Festspielhaus Baden-Baden ist Deutschlands größtes Opern- und Konzerthaus und zählt international zu den bedeutendsten klassischen Festspielorten.

    Die ausführliche Pressemitteilung dazu finden Sie hier.

  • Montag
    09
    Jan
    2017

    Benedikt Stampa beleuchtet die deutsche Konzerthaus-Landschaft

    Bild zu Benedikt Stampa beleuchtet die deutsche Konzerthaus-Landschaft

    Anlässlich der bevorstehenden Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg veröffentlicht das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) ein neues Schwerpunktangebot mit Hintergrundinformationen zu Strukturen und Entwicklungen der Konzerthauslandschaft in Deutschland. Im Zentrum steht ein Fachbeitrag von Benedikt Stampa, Vorsitzender der Deutschen Konzerthauskonferenz, der grundlegende Informationen zu diesem vielfältigen und facettenreichen Themenfeld vermittelt.

    In seinem Artikel geht der Konzerthaus-Intendant anhand aktueller Diskussionen um den Bau neuer Spielstätten – wie beispielsweise in München, Bonn oder Saarbrücken – der Frage nach, welche gesellschaftliche Bedeutung Konzerthäusern zukommt und wie Gebäude und Konzepte aussehen müssen, um Kultur für breite Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.

    Bereits in früheren Beiträgen für andere Medien (z. B. Süddeutsche Zeitung, 25.03.2015, »Was ein idealer Konzertsaal braucht«) thematisierte Stampa die Notwendigkeit, akustisch herausragende Säle im Zusammenspiel mit künstlerisch überzeugenden Konzepten zu entwerfen.

    Für das MIZ legt er nun eine aktuelle Bestandsaufnahme der Szene vor, die in Zeiten kultureller Spardebatten die Attraktivität des vielseitigen Angebots der deutschen Konzerthaus-Landschaft untermauert und sie als eigenständige Größe neben Opernhäusern und Orchestern würdigt.

  • Montag
    02
    Jan
    2017

    Peter Sellars über »Le Grand Macabre«

    Bild zu Peter Sellars über »Le Grand Macabre«

     

    Im Rahmen der RuhrResidenz bringen die Berliner Philharmoniker eine der bahnbrechendsten Opern des 20. Jahrhunderts auf die Konzerthaus-Bühne: Ligetis »Le Grand Macabre«. Peter Sellars inszenziert die halbszenische Produktion und spricht über das Werk.

     

    »Große Teile des klassischen Repertoires sind so überrepräsentiert. Es sind die selben 50 Stücke, die unablässig gespielt werden. Und es ist eine solche Freude, ein Gaumenkitzler –als ob man sein ganzes Leben nur Hammelfleisch gegessen hätte und dann zum ersten Mal Sushi probiert? Eine völlig neue Erfahrung!

    ›Le grand macabre‹ war also eines dieser bahnbrechenden Stücke, bei denen ein lebender Komponist in einem Opernhaus auftaucht und fragt, was können wir hiermit machen? Was können wir hier kreieren? Welche kreative Energie können wir für diese Ressourcen aufbieten: ›Ihr habt wirklich all das hier? Ihr könnt das hier? Und ihr könnt das hier? Ok, dann lasst uns dies mit dem hier machen…‹ Hier war also dieses echte, brilliante musikalische Genie, dessen Klangwelt am äußeren Ende des Bewusstseins liegt und mit intergalaktischen Botschaften und Welten arbeitet.

    eine groteske Farce

    Ligeti ist ein spielerischer Komponist. Da ist diese Komik, der Sinn für Humor und was inkorrekt, ja unangebracht ist. (Liegtis Spezialität ist »das Unangebrachte«.) Und nun haben wir einen ganzen Abend, der unangebrachtem Verhalten, unangebrachter Musik gewidmet ist – alles ist unangebracht. Und der ›Grand Macabre‹ ist der Tod. Ein ganzer Abend, an dem die Hauptfigur der Tod ist. Der Tod kommt. Aber es ist nicht wie in Ingmar Bergmans ›Das siebente Siegel‹, es ist eine groteske Farce. Andererseits verlor Ligeti fast seine gesamte Familie in Auschwitz. Tatsächlich ist es ihm also sehr ernst. Das Stück hat diese spielerische Herangehensweise an etwas, das kein Spaß ist. Das gibt dem Stück seine bemerkenswerten Qualitäten und überraschende Dimensionen und das hält einen bei der Stange.

    Als es neu war, war das Werk ein echter Schlag ins Gesicht der Avantgarde-Oper. Und ich schließe in die Geschichte der Avantgarde-Oper Monteverdis ›Orfeo‹ und Mozarts ›Hochzeit des Figaro‹ ein. Es war eines der Dinge, die Ligeti herausfand, wie es Mozart in der ›Hochzeit des Figaro‹ rausgefunden hatte: Wenn man über etwas ernstes spricht, sollte es besser lustig und unterhaltsam sein und irgendwelche überraschenden menschlichen Elemente beinhalten, während man gleichzeitig die Welt auf den Kopf stellt. Aber Ligeti lässt wie Mozart die spektakulären Momente nicht verweilen. Es ist wie in einem Mozart Klavierkonzert, wo die Phrase, die einem das Herz bricht, nur zwei Takte dauert und dann geht er weiter. Er setzt sich nicht rein. Er hält es wirklich so, dass die aufregenden Momente in dieser Oper nur etwa 15 Sekunden dauern. Eine erstaunliche Klangwelt öffnet sich und man denkt sich für eine Sekunde ›was!?‹ bevor es vorüber ist und wir etwas anderes hören.

    die schwierigste Musik auf Erden

    So ausgelassen das Stück ist, so schwierig ist es für die Musiker. Das ist die schwierigste Musik der Welt. Es macht Spaß sie zu hören, aber nicht sie zu spielen. Es ist schwierig. Und Ligeti verlangt vom Orchester einen solch hohen Standard des Ensemblespiels und individueller Ausführung. Es ist jenseits von virtuos. Es ist das äußerste Limit dessen, wie virtuos ein Orchester werden konnte.

    Ligeti und ich lernten uns ganz gut kennen, als er Kalifornien besuchte. Und natürlich war er in Kalifonien sehr weit weg von Europa und konnte sich einfach zurücklehnen und Spaß haben. Er war daher in Kalifornien so vergnügt und relaxt wie sonst nirgends.

    ein Klassiker

    Damals war Esa-Pekka Salonen schon Musik-Direktor des LA Philharmonic und Esa-Pekka und ich arbeiteten regelmäßig zusammen und trafen Ligeti regelmäßig. So entstand die Idee, ihm vorzuschlagen, ›Le Grand Macabre‹ noch einmal aufzunehmen und am Ende seines Lebens, 25 Jahre nach der Premiere, eine wirklich vollendete Version zu schreiben, die von Anfang bis Ende komponiert war, tatsächlich durchkomponiert, einige Dinge zu streichen, andere auszudehnen und das Stück zu dem zu machen, was es versprach. Dann kam die neue Version und er hatte wirklich daran gearbeitet. Und ich glaube, er hatte realisiert, dass er wollte, dass es nicht nur ein Avantgarde-Ausbruch sein sollte, sondern ein Klassiker würde.